Firmengeschichte ist stark mit Deutschland verbunden

Am Anfang war Alizarin-Rot

Covestro ist seit September 2015 ein rechtlich eigenständiges Unternehmen. Es hat seinen Ursprung im Bayer-Konzern, dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert reichen. Viele wichtige Ereignisse der Firmengeschichte sind mit dem Stammland Deutschland verbunden. Covestro zählt weltweit zu den größten Polymer-Unternehmen und ist führend bei Entwicklung und Produktion.

Heute
2015
2014

Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers kündigt an, Bayer MaterialScience in die Eigenständigkeit zu überführen.

Opening of the TDI plant

Abschluss eines der bedeutendsten Investitionsprojekte der letzten Dekade: Mit einem symbolischen Knopfdruck nehmen Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers, Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender Bayer MaterialScience, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und André van Broich, Betriebsratsvorsitzender Dormagen, eine hochmoderne TDI-Großanlage in Dormagen in Betrieb.

2012

Bayer MaterialScience erhält die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer neuen TDI-Großanlage am Standort Dormagen.

2011

Eine Pilotanlage zur Herstellung von Chlor wird am Standort Krefeld-Uerdingen in Betrieb genommen. Zum Einsatz kommt eine Weiterentwicklung der Sauerstoffverzehrkathoden-Technik.

Bayer MaterialScience plant die Erweiterung der MDI-Anlage am Standort Brunsbüttel.

2010

In Brunsbüttel geht die neue Anlage zur Produktion von Kohlenmonoxid in Betrieb.

2008

Die Bayerwerke in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen heißen von jetzt an „Chempark“. Betreiber ist die neugegründete Currenta, ein Tochterunternehmen von Bayer und Lanxess.

2005

Bayer MaterialScience wird in Brunsbüttel nun auch Industrieparkbetreiber.

2004

Die Bayer AG nimmt eine umfassende Neuorganisation vor. Die Kunststoffsparte wird als Bayer MaterialScience ein unabhängiger Teilkonzern.

2003

Die TDI-Anlage in Brunsbüttel wird erweitert. Zudem baut Bayer eine neue Anlage zur Herstellung von Chlor, die mithilfe der neuartigen Sauerstoffverzehrkathoden-Technik arbeitet.

1991

Bayer baut in Brunsbüttel eine Produktionsanlage für Anilin.

1988

Bayer produziert am Standort Brunsbüttel nun auch MDI.

1981

Bayer beginnt in Brunsbüttel mit der Herstellung von Rohstoffen für Farbstoffe und eröffnet zudem die Ausbildungsstätte am Standort.

1977

Am Standort Brunsbüttel läuft die Produktion an. Dort wird zunächst TDI hergestellt.

1973

Bayer legt den Grundstein für das Werk in Brunsbüttel.

1965

In Krefeld-Uerdingen startet die Produktion von MDI, das für Polyurethan-Hartschaum benötigt wird.

1964

Bayer beginnt in Dormagen mit der Produktion von TDI, einem wichtigen Rohstoff von Polyurethan-Weichschaum.

1960

Die erste Anlage zur Produktion von Chlor am Standort Krefeld-Uerdingen geht in Betrieb.

1958

In Krefeld-Uerdingen wird das Polycarbonat Makrolon® von nun an industriell hergestellt.

1957

Gemeinsam mit der Deutschen BP gründet Bayer in Dormagen die Erdölchemie GmbH.

1954

Bayer produziert im Werk Dormagen erstmals die Polyacryl-Faser Dralon®.

1953

Der Bayer-Chemiker Hermann Schnell erfindet im Zentrallabor im Werk Krefeld-Uerdingen das Polycarbonat.

1951

Neugründung von Bayer als „Farbenfabriken Bayer A.G.“, zu denen die Niederrhein-Werke sowie Elberfeld zählen.

1950

Im Werk Dormagen wird erstmals die Polyamid-Faser Perlon® produziert.

1945

Die britische Militärregierung übernimmt die vollständige Kontrolle über die Niederrhein-Werke. Die I.G. Farbenindustrie AG wird aufgelöst.

1937

Der Chemiker Otto Bayer erfindet in Leverkusen die Polyurethane. Da der große Nutzen des neuen Werkstoffs zunächst unklar ist, vergehen noch einige Jahre bis zur industriellen Produktion.

1926

Bayer bringt die Kupferkunstseide Cupresa®, produziert in Dormagen, auf den Markt. Im Jahr 1934 folgt das verwandte Produkt Cuprama®. Dadurch werden Seidenstrümpfe für jeden erschwinglich.

1925

Die führenden deutschen Chemieunternehmen, darunter Bayer, schließen sich zur I.G. Farbenindustrie AG zusammen.

1917

Dormagen wird weiterer Bayer-Standort: Das Unternehmen startet dort die Produktion von Schwefel- und Pikrinsäure.

1912

Leverkusen wird Firmensitz von Bayer.

1891

Das Unternehmen Bayer hat aufgrund des begrenzten Platzes an seinem Heimatstandort Wuppertal-Elberfeld keine Möglichkeit mehr zu expandieren. Bayer kauft daher in Leverkusen Land – zunächst die Alizarinrot-Fabrik von Dr. Carl Leverkus & Söhne und später weiteres Gelände am Rhein.

1881

Die Offene Handelsgesellschaft „Friedr. Bayer et comp.“ wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt – die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co. Das beachtliche Wachstum des Unternehmens in den Gründerjahren zeigt sich auch in der Zahl der Mitarbeiter, die von drei im Jahr 1863 auf über 300 im Jahr 1881 ansteigt.

1877

Mit dem Bau einer Dampfmaschine in einem Schuppen in Rheinnähe kommt die chemische Industrie voll in Gang: In Krefeld-Uerdingen gründet sich die kleine Chemiefirma mit dem Namen „Dr. Edmund ter Meer & Cie“, um künstliche Farbstoffe zu produzieren.

1863

Die Offene Handelsgesellschaft „Friedr. Bayer et comp.“ wird in Barmen - heute ein Stadtteil von Wuppertal - von dem Farbstoffhändler Friedrich Bayer (1825 - 1880) und dem Färbermeister Johann Friedrich Weskott (1821 - 1876) gegründet. Zweck des Unternehmens ist die Herstellung und der Verkauf von synthetischen Farbstoffen wie Alizarinrot.

1861

Carl Leverkus, Hersteller künstlicher Farben, verlegt seine Fabrik für Ultramarinblau in die Gemeinde Wiesdorf am Niederrhein. Häuser für die Mitarbeiter, die zusammen mit der Fabrik umgezogen sind, werden um die neue Produktionsstätte herum gebaut. Der Komplex erhält, benannt nach dem Unternehmensleiter, den Namen Leverkusen.