Rohstoffverbund: Entscheidender Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb

Ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs und der Attraktivität der Chemiestandorte am Niederrhein ist die vorhandene Verbundstruktur zwischen den drei Chemparks Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Leverkusen. Auch die enge Vernetzung der Betriebe innerhalb der einzelnen Chemparks sorgt für gute Voraussetzungen im harten Wettbewerb um Marktanteile. Die zuverlässige Versorgung der Betriebe mit Rohstoffen wie Wasserstoff, Erdgas, Kohlenmonoxid, Stickstoff und verschiedenen Energieformen sind ein Muss, um international mithalten zu können.
Dormagen, einer der drei Standorte von Covestro am Niederrhein
Die nordrhein-westfälischen Standorte von Covestro arbeiten in vielerlei Hinsicht bereits im engen Verbund. Beispiele sind Rohrleitungen, Verkehrswege und -mittel, Energiequellen, Brandschutz und andere Sicherheitsdienstleistungen, aber auch die medizinische Versorgung. Das optimale Ineinandergreifen dieser kosten-, qualitäts- und sicherheitsrelevanten Wettbewerbsfaktoren macht den entscheidenden Unterschied bei der Wahl eines Produktionsstandortes in der industriellen Chemie aus: Die ansässigen Betriebe sind Nutznießer dieses effizienten Netzwerks. Der Verbund ist Garant ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Im Rohstoffverbund übernehmen Rohrleitungen die Basisversorgung für große Produktionsanlagen. Sie sind erfahrungsgemäß eine  zuverlässige und langfristige Lösung - und unter Umwelt- sowie Sicherheitsaspekten das beste Transportmittel für viele flüssige und gasförmige Stoffe. Die Verlegung von Rohrleitungen ist zudem ökologisch kaum belastend und die Leitungen liegen unter der Erde gut geschützt. Mögliche Unfallgefahren sind so auf ein Minimum reduziert.

Covestro betreibt seit Jahren verschiedene Rohrleitungen – darunter auch für Kohlenmonoxid (CO). Denn CO ist einer der wichtigen Grundstoffe für die chemische Industrie. Am Covestro-Standort Krefeld-Uerdingen reicht dessen Produktionskapazität auf Dauer nicht aus. Daher sollen die Betriebe dort über eine Rohrleitung mit CO aus dem Chempark Dormagen versorgt werden, wo ausreichend CO-Kapazität zur Verfügung steht. Das umfangreiche Sicherheitskonzept der neuen Kohlenmonoxid-Leitung geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So wird sie mit einem Druck von höchstens 13,5 bar betrieben. Konstruiert ist sie jedoch für 100 bar, und getestet wurde sie mit mehr als 200 bar. Die 67 Kilometer lange Rohrleitung ist technisch  fertiggestellt, aber wegen Rechtsstreitigkeiten und behördlicher Auflagen noch nicht in Betrieb.

Weitere Informationen zur Kohlenmonoxid-Leitung zwischen Dormagen und Uerdingen finden Sie hier.

Seit vielen Jahren in Betrieb ist eine CO-Rohrleitung zwischen den Standorten Dormagen und Leverkusen. Sie verläuft linksrheinisch entlang des Rheinufers und unterquert den Rhein bei Köln-Merkenich. Hier liegt ein Versorgungstunnel - ein so genannter Düker. Er enthält insgesamt zehn Rohre und kann aufgrund seiner Bauweise nicht erweitert werden. Das bringt für die Zukunft große Nachteile, unter anderem für die Instandhaltung. Der Düker soll daher durch einen Neubau ersetzt werden, für den die Bezirksregierung bereits die Baugenehmigung erteilt hat.

Weitere Informationen zum geplanten Düker-Neubau finden Sie hier.