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      Gemeinsame Organisation schafft Synergien

      Rohstoffverbund stärkt NRW-Standorte

      Nordrhein-Westfalen ist für Covestro von strategischer Bedeutung: Das Unternehmen produziert hier gleich an drei Standorten. Die Werke in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen liegen maximal 70 Kilometer auseinander. Seit 2010 sind sie in einer eigenen Organisation, dem Standortverbund NRW, zusammengefasst.

      Durch die enge Vernetzung sind die NRW-Werke, in denen rund 6.370 Mitarbeiter im Einsatz sind, noch effizienter. Das ist wichtig, denn nahezu ein Drittel der gesamten weltweiten Produktionsmenge von Covestro stammt aus NRW. Um diese Erfolgsbilanz fortzuführen, setzt das Unternehmen im einwohnerstärksten Bundesland Deutschlands weiter auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Beispiele sind Rohrleitungen, Verkehrswege und -mittel, Energiequellen, Brandschutz und andere Sicherheitsdienstleistungen, aber auch die medizinische Versorgung.

      1

      Mitarbeiter
      in NRW

      1

      Berufseinsteiger
      in NRW

      1 Mio.

      Mrd.

      Euro seit 2015 an den NRW-Standorten investiert

      Geleitet werden die NRW-Standorte von Dr. Daniel Koch. Er steht im ständigen Austausch mit den drei NRW-Produktionsleitern Dr. Susanne Buchholz (Leverkusen), Dr. Rob Eek (Dormagen) und Dr. Volker Weintritt (Krefeld-Uerdingen). Dabei geht es unter anderem darum, wie Logistikprozesse noch schlanker und Abläufe vereinheitlicht werden können. Aber auch die zuverlässige Versorgung der Betriebe mit Rohstoffen wie Wasserstoff, Erdgas, Kohlenmonoxid, Stickstoff und verschiedenen Energieformen sind ein Muss, um international mithalten zu können.

      Mit dem NRW-Standortverbund bündelt Covestro Unternehmensbereiche wie Instandhaltung, Infrastruktur, Lagerhaltung und Service und senkt so die Kosten für alle NRW-Werke – das stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig. Die Vernetzung der Standorte ist demnach ein wichtiger Garant für den wirtschaftlichen Erfolg in der Region.

      Infrastruktur in NRW ausbauen

      Covestro benötigt an seinen NRW-Standorten eine intakte Infrastruktur rund um seine Werke. Sie ist eine Voraussetzung für Wachstum, Wohlstand und Arbeit. Daher ist es wichtig, das Gesamtnetz zu stärken und die Infrastruktur hierzulande fit für die Zukunft zu machen. Konkret bedeutet das: Die Verkehrswege müssen modernisiert und die Straßen, Schienen und Wasserwege stärker miteinander vernetzt werden. Denn: Unternehmen wie Covestro sind darauf angewiesen, dass die Zu- und Auslieferung von Rohstoffen und Produkten einwandfrei funktioniert.

      Rhein als Lebensader der NRW-Standorte stärken

      Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist essenziell für die Industrieunternehmen in Deutschland. Beispiel NRW: Hier kommen rund 75 Prozent der Lieferungen an die drei Covestro-Standorte in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen über die Binnenschifffahrt an. Etwa 30 Prozent der Werkstoffe werden über den Wasserweg wieder ausgeliefert. Folglich war Covestro stark von dem lang anhaltenden Niedrigwasser im Jahr 2018 betroffen. Auch deshalb ist das Interesse groß, solche Extremsituationen künftig noch besser in den Griff zu bekommen.

      Ein Bündnis aus Politik und Industrie unterzeichnete 2019 den Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“.

      Trotz klimatischer Veränderungen soll der Rhein ein zuverlässig kalkulierbarer Transportweg bleiben. Dazu muss die Bedeutung des Binnenschiffes als leistungsfähiges und umweltschonendes Verkehrsmittel weiter gestärkt werden. So sollen beispielsweise neue Schiffstypen, so genannte Flachbodenschiffe, entwickelt und die Wasserstandsvorhersage verbessert werden. Ein Binnenschiff ersetzt rund 60 LKW bzw. 25 Bahnkesselwagen.

      Covestro will CO-Leitung in Betrieb nehmen

      Wärmedämmplatten, Autoscheinwerfer oder DVDs – hochwertige Kunststoffe von Covestro finden in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens Anwendung. Ein unverzichtbarer Grundbaustein für die Herstellung ist Kohlenmonoxid (CO). Am Standort Krefeld-Uerdingen reicht die Produktion allerdings auf Dauer nicht aus. Daher sollen die Betriebe dort über eine Versorgungsleitung mit CO aus dem Standort Dormagen beliefert werden. Die 67 Kilometer lange Rohrfernleitung ist fast fertig, aber wegen Rechtsstreitigkeiten und behördlicher Auflagen noch nicht in Betrieb. Ende August 2020 hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster dann entschieden: Der Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb der Leitung ist wirksam.

      Der nordrhein-westfälische Landtag hat mehrfach festgestellt, dass die CO-Versorgungsleitung dem Allgemeinwohl dient. Das Gesetz zu ihrem Bau wurde von allen Parteien getragen und einstimmig verabschiedet. Das Projekt stärkt die wirtschaftliche Struktur in Nordrhein-Westfalen. Krefeld-Uerdingen kann so Teil einer zuverlässigen, sicheren, umweltverträglichen CO-Verbundstruktur werden.

      Covestro begrüßt Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster

      Anwohner hatten jedoch gegen das Projekt geklagt. Die Klage richtet sich gegen die Bezirksregierung Düsseldorf, die als zuständige Behörde die Rohrfernleitung genehmigt und später überwacht. Nun hat das Gericht Ende August 2020 festgestellt, dass der Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb der Leitung rechtmäßig ist. Der Senat wies die Klagen in vollem Umfang als unbegründet zurück. Damit ist der Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb der Versorgungsleitung rechtmäßig.

      Das Gericht betonte in seiner mündlichen Urteilsbegründung zudem sehr deutlich, dass aus seiner Sicht die technische Ausgestaltung der Leitung und damit auch ihre Sicherheit in mehrfacher Hinsicht den technischen Anforderungen nicht nur entspreche, sondern darüber hinausgehe. „Wir sehen uns in unserer Rechtsauffassung bestätigt“, erklärt Dr. Daniel Koch, Standortleiter der Niederrhein-Werke von Covestro. Das Unternehmen werde jetzt die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. „Dann schauen wir weiter.“ Covestro war bei dem Verfahren als sogenannte Beigeladene beteiligt. Hier finden Sie die Presseinformation im Wortlaut.

      Im August 2014 hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster entschieden, das Verfahren zur geplanten Kohlenmonoxid-Versorgungsleitung von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen auszusetzen und das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe anzurufen. Die zuständige Kammer des BVerfG hat mit Beschluss vom 21. Dezember 2016 einstimmig entschieden, dass die Vorlage des OVG wegen rechtlicher Mängel als unzulässig abzulehnen sei. Darüber hinaus äußerte sich das Bundesverfassungsgericht auch inhaltlich so eindeutig, dass Covestro seine Auffassung bestätigt sieht.

      Die Richter in Karlsruhe formulieren, dass das Gesetz zur Versorgungsleitung aus ihrer Sicht geeignet ist, dem Allgemeinwohl zu dienen und bestätigen die hinreichende Bestimmtheit der gesetzlichen Formulierungen. Darüber hinaus hat das BVerfG festgestellt, dass die gesetzlichen Enteignungszwecke im Rohrleitungsgesetz selbst hinreichend abgesichert seien.

      Schon 2014 hatte das OVG geäußert, keine grundlegenden Bedenken hinsichtlich der Konzeption der Leitung in Sachen Sicherheit und Trassenverlauf zu haben. Nur bei der Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes, das dem Projekt zu Grunde liegt, sah das Gericht weiteren Klärungsbedarf. Daher die Vorlage zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, die im Jahr 2016 als unzulässig eingestuft wurde.

      Umfangreiches Sicherheitskonzept

      Die hochfesten Stahlrohre der CO-Leitung wurden in einer Mindesttiefe von 1,40 Metern verlegt.

      Das umfangreiche Sicherheitskonzept der neuen Kohlenmonoxid-Leitung geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So wird sie mit einem Druck von höchstens 13,5 bar betrieben. Konstruiert ist sie jedoch für 100 bar, und getestet wurde sie mit mehr als 200 bar.

      Die mit Kunststoff ummantelten Stahlrohre haben einen Nenndurchmesser von 25 Zentimetern. Ihr Stahl ist hochfest und trotzdem verformbar. Dies schützt die Rohre unter anderem bei Erschütterungen und Erdbeben. Sie liegen in einer Tiefe von mindestens 1,40 Metern; gesetzlich vorgegeben ist nur ein Meter. Die Leitung wird von einer rund um die Uhr besetzten Betriebszentrale überwacht und regelmäßig vom TÜV überprüft.

      Sofortvollzug

      Im Mai 2020 hat Covestro einen Antrag auf Sofortvollzug zur Fertigstellung der Rohrfernleitung gestellt. Diesem Antrag hat die Bezirksregierung Düsseldorf mit der Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit entsprochen. Diese Anordnung gibt Covestro die Möglichkeit, Maßnahmen des Planänderungsbeschlusses aus 2018, wie die Verlegung eines zweiten Geogrids, umzusetzen. Diese Spezialmatten schützen die Pipeline vor Beschädigungen. Eine vorläufige Inbetriebnahme wird durch die Anordnung nicht ermöglicht.

      Grundsätzlich gilt, dass Unternehmen wie Covestro bei großen Projekten Planungssicherheit brauchen. Deutschland steht international in einem harten Wettbewerb. Covestro ist davon überzeugt, dass es im Industrieland Nordrhein-Westfalen möglich sein muss, eine solch sichere Rohrfernleitung zu bauen und zu betreiben.

      Fragen und Antworten zur CO-Leitung

      Warum wurde die Trasse rechtsrheinisch verlegt?

      Fremde Leitungen auf dem eigenen Grund und Boden hat niemand gern – sie lassen sich jedoch nicht immer vermeiden. Unter Federführung der Bezirksregierung wurde nach Abwägung aller Interessen die beste Trassenführung gefunden. Dabei orientierte man sich an vorhandenen Infrastruktur-Trassen wie Schiene und Autobahn. Auf der rechten Rheinseite liegen bereits in verschiedenen Trassen zahlreiche Leitungen. Außerdem gibt es Synergieeffekte: Die Firma WINGAS verlegt auf knapp der Hälfte der gesamten Strecke der CO-Leitung eine Erdgas-Pipeline. Durch den gemeinsamen Bau wird die Umwelt geschont und insgesamt weniger Fläche benötigt.

      Sind Wohngebiete betroffen?

      Die Leitung verläuft so weit wie möglich entlang bereits bestehender Infrastruktur-Trassen wie Schiene und Autobahnen. Das ist aber nicht in jedem Fall möglich. So sind auch Wohngebiete durch den Trassenverlauf berührt. Als der Trassenverlauf feststand, wurden die Grundstückseigentümer persönlich angesprochen (Mitte 2005). Mit Beginn der Bauarbeiten wurden die Anwohner zusätzlich mit Briefen und Broschüren informiert, eine Website und eine Telefon-Hotline eingerichtet.

      Wieso kam es zu Planungsänderungen?

      Bei einem komplexen Infrastrukturprojekt sind Planungsanpassungen in der Regel nicht vermeidbar. Die Änderungen haben sich größtenteils erst während der Bauarbeiten ergeben. Der Hauptteil der beantragten Änderungen bezieht sich auf Trassenverschiebungen um wenige Meter. So mussten die Bauunternehmen die Lage vorgefundener Strom-, Wasser-, Gas- oder Ölleitungen berücksichtigen oder anderen unerwarteten Hindernissen im Erdreich ausweichen und daraufhin den tatsächlichen Verlauf der CO-Leitung anpassen. Auch ökologische Aspekte wie der Schutz von Baumbeständen führten zu Änderungen. Trotz vorheriger Auswertung aller vorhandenen Pläne war deren exakte Lage nicht immer bekannt. Es ist üblich, diese kleinräumigen Abweichungen nachträglich in einem Antrag zusammenzufassen.

      Wie sicher ist die CO-Leitung?

      Rohrfernleitungen sind das sicherste und ökologischste Transportmittel für die meisten flüssigen und gasförmigen Stoffe. Weltweit wird Kohlenmonoxid sicher über Rohrfernleitungen transportiert. Covestro verwendet beim Bau der Versorgungsleitung Materialien und Konzepte, die über bestehende Sicherheitsstandards hinausgehen. So sind die Wände der mit Kunststoff ummantelten Stahlrohre besonders dick und trotzdem verformbar. Dies schützt die Rohre unter anderem bei Erschütterungen und Erdbeben. Die Rohre liegen in einer Tiefe von 1,40 Metern, teilweise sogar deutlich tiefer. Gesetzlich vorgegeben ist nur 1,00 Meter. Die Leitung wird mit einem Druck von maximal 13,5 bar betrieben, konstruiert ist sie sogar für 100 bar.

      Wie wird die Leitung überwacht?

      Die ständige Kontrolle basiert hauptsächlich auf folgenden Systemen: Der Druck der CO-Leitung wird kontinuierlich überwacht – etwaige Veränderungen würden sofort erkannt. Auf der gesamten Länge der Trasse werden mehrere Leck-Erkennungs- und Ortungssysteme installiert. Mit einem Sensorschlauch-System würden kleinste CO-Mengen mittels Diffusion frühzeitig entdeckt, bevor es zu einer Gefährdung kommen könnte. Zudem werden sowohl das eingespeiste CO, als auch die Ausgangsmenge am Ende der Leitung sowie auch Temperatur und Druck im Leitungsverlauf mithilfe des sogenannten modellgestützten Massenbilanzverfahrens ständig kontrolliert. Das Druckwellenverfahren ergänzt das Massenbilanzverfahren und dient der Computerauswertung zur Ortung der Leckstelle durch den Druckwellenverlauf. Weitere Messeinrichtungen werden beispielsweise für Temperatur und Druck im Leitungsverlauf installiert.

      Wie sieht der Notfallplan aus?

      Auch wenn Covestro keine Unregelmäßigkeiten beim Betrieb der CO-Leitung erwartet – das Unternehmen hat umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um Anwohner im Falle einer Störung zu alarmieren und zu schützen. Tatsächlich greifen schon im Falle geringster Unregelmäßigkeiten mehrere voneinander unabhängige Sicherheitssysteme. Sollten die Überwachungseinrichtungen eine Störung melden, würde die Leitung umgehend über mehrere Schieber abgeriegelt. Sie kann nach beiden Seiten – Richtung Dormagen und Richtung Uerdingen – entleert werden. Dort wird das Kohlenmonoxid sicher entsorgt. So wird die Leitung druckfrei. Zeitgleich greift ein umfangreicher Alarm- und Gefahrenabwehrplan (AGAP).

      Kohlenmonoxid – wie gefährlich ist das Gas?

      Kohlenmonoxid (CO) ist kein ungefährliches Gas – es kann tödlich wirken, weil es die Aufnahme von Sauerstoff im Körper verhindert. Kohlenmonoxid unterliegt der Gefahrstoffverordnung. Andererseits ist CO ein Gas, mit dem Menschen in geringen Konzentrationen täglich leben: Es entsteht beim Verbrennen von Kraftstoff in Autos und Flugzeugen ebenso wie beim Rauchen von Zigaretten. Entscheidend ist der sichere Umgang mit CO. Covestro hat jahrzehntelange Erfahrung damit; so lange wird bereits Kohlenmonoxid an den Covestro-Standorten verwendet. Durch diese große Betriebserfahrung, speziell im Umgang mit CO geschulte Mitarbeiter und eine hoch entwickelte Anlagentechnik gewährleistet Covestro ein Höchstmaß an Sicherheit.

      Covestro – Ihr guter Nachbar

      Ein gutes Miteinander ist Covestro sehr wichtig. Deshalb sucht Covestro aktiv den Dialog mit seinen Nachbarn an den Produktionsstandorten und pflegt engen Kontakt mit ihnen. Auch das Thema Sicherheit liegt Covestro sehr am Herzen: Für die Mitarbeiter, in der Produktion und für das gesamte Standortumfeld. Mehr Informationen zur Sicherheit in den NRW-Chemparks finden Sie hier.

      Leverkusen
      Am Covestro-Hauptsitz laufen alle Fäden aus Administration, Forschung und Produktion zusammen.
      Dormagen
      Dormagen setzt mit seinen innovativen Technologien und Verfahren immer wieder neue Nachhaltigkeitsstandards.
      Krefeld-Uerdingen
      Krefeld-Uerdingen ist die Geburtsstätte bahnbrechender Kunststoffprodukte und Produktionsprozesse.
      Landespolitik in NRW
      Covestro übernimmt Verantwortung und bringt sich in den politischen Prozess in NRW ein.
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